awo head start 201602

Kurz vor Weihnachten kam die Nachricht über die weitere Förderung der Beratungsstelle KiYo – Kids & Youngsters – krebskranker Eltern durch "Aktion Mensch". „Das ist ja ein schönes Weihnachtsgeschenk!“, freute sich Sonja Richter, Psychoonkologin der Beratungsstelle.

In der Zeit der Corona-Pandemie stellt die Beratungsstelle für die Familien, in denen Mama oder Papa an Krebs erkrankt ist, eine wichtige Stütze dar. Sie ermöglicht, Kontakt haben zu können, jenseits der therapeutischen Behandlungen, des mühsamen Regelns des Alltags und des Homeschoolings der Kinder. Ein wertvoller Kontakt, der emotional entlastet.

„Ich weiß, es gibt gerade keine Lösung, aber es tut gut, wenn ich mit Dir hier reden kann, ohne Eltern!“, erzählt eine 17jährige Abiturientin, deren Vater schwerwiegend an Krebs erkrankt ist. Die Mutter gelangt mit der Versorgung ihres Mannes, der eigenen Arbeit und des Corona-bedingt ohnehin schon aus den Fugen geratenen Alltags in ihre Grenzen. Die Tochter hat Angst um den Vater – und ihre überforderte Mutter. Dazu kommen noch die schulischen Rahmenbedingungen und Anforderungen für das bevorstehende Abitur. Ihre Leistungsgrenze ist längst erreicht, aber zuhause will sie nicht zusätzlich belasten. Sie zieht sich zurück. Bei KiYo aber kann sie sich ihren Kummer von der Seele reden und findet Halt, entwickelt Bewältigungsstrategien für den Umgang mit der schwierigen Situation.

KiYo – die Beratungsstelle für krebskranke Eltern – ist in der Trägerschaft der AWO Augsburg, mit Sitz auf dem Gelände des Universitätsklinikums Augsburg. Der dortige Kooperationspartner, das Interdisziplinäre Cancer Center, stellt den Beratungsraum zur Verfügung. Fachbereichsleiterin, Annette Thier, ist froh über die Förderzusage: „Das ist ein wichtiger nächster Baustein in unserem Vorhaben, die Beratungsstelle dauerhaft zu etablieren.“


KiYo Front mit Sonnenblumen

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